Evangelische Kirchengemeinde Schüren in Dortmund
Schottland …

Besuch aus Falkirk (1.-8. April 2013)

Dienstag, 2. April

After worship and a wonderful breakfast in the Neu-Schüren church,
organized by the Frauenarbeitskreis, we started to our three hour walk
from Schüren to Hörde.

By explanation and photographs we learned and talked about the structural change, that has taken and still takes place in the industrial region along the river Emscher. On our way we saw the renaturated Emscher, "Loch Phönix" and the Hörder Burg but felt the cold wind too.

At lunchtime in Haus Wüstefeld in the centre of Hörde we tasted a marvellous Pfefferpotthast and a housebrewn beer, that raised our interest. Next we visited Hörde´s landmark "Schlanke Mathilde",
which was, surprise, allover coated with crochet work and that was photographed by really everyone.

Back to the Alt-Schüren-Gemeindehaus by public bus Katja welcomed us with hot coffee and cake.

Starting at 4 pm Jens Hoppe introduced himself to us with "fantasy games" as a preparation to the Mr. Punch rehearsal, that we will present in the "We have got talent" show on saturday, the 6th - that was fun!


Mittwoch, 3. April

Der 3. April war ein Tag an welchem man sich sowohl mit Tieren als auch mit Menschen vertragen sollte, denn um 9 Uhr stand der Dortmunder Zoo auf dem Programm.Dort angekommen begann unsere eigene, private Führung über das Zoogelände von Nastasja Opalka, welche dort arbeitet und uns somit Zutritt zu den „Insider“-Bereichen verschaffen konnte.

Die Führung begann bei den Kamelen und Dromedaren. Kurz dazu: Kamele haben zwei Höcker, Dromedare nur eines. Dazu durfte man sogar ins Gehege und die kleineren Tiere streicheln, was für einige eine ziemlich besondere und andere eher beängstigende Erfahrung war.

Weiter ging es zu den Seelöwen und Seebären, welche sich zu der Zeit unseres Besuchs fast ausschließlich in dem kleineren der zwei Becken befanden, da das Große gereinigt wurde. Somit gab es auch keine „Showfütterung“ sondern eine ganz „normale“ d.h. Ohne eingeübte Tricks oder ähnliches. Dies bedeutet allerdings nicht, dass dies nicht spannend sein! Die meisten Tiere waren sehr bewegungsfreudig und selbst solche, die es nicht waren, wurden es angesichts des Fisches. Interessant dazu ist, dass einige Seelöwen nur den Kopf oder Schwanz des Fisches fressen und den anderen Teil fallen lassen.

An folgend an die Fütterung durfte der schottische Teil unserer Gruppe noch hinter die Kulissen und sich ansehen wie die restlichen Tiere, welche nicht in den Becken waren, gehalten und gefüttert wurden.
Nach dieser Station ging es weiter mit einem Abstecher zu den Affen, welche ein kleines Highlight des Tages für die Meisten der Gruppe wurde, da man sowohl die Affen sehr nahe betrachten als auch füttern durfte. Dazu kam das Kindchen Schema, da ein Affenbaby (grade 3 Monate alt) mit seiner Mutter bei uns war und sich ca. 90% der Gruppe furchtbar in dieses süße, kleine Wesen verliebt hatten.
Vom Affenhaus ging es zu dem Nashorn, welches auch ein besonderes Erlebnis war. Das Tier war für seine Verhältnisse schon sehr alt und mannshoch, was etwas einschüchternd gewirkt hat. Dennoch haben sich viele überwunden und durften durch die liebe Nastasja das Nashorn einmal kurz streicheln und dessen feste, etwas Baum- oder lederartige Haut fühlen.
Nachdem auch dieser Punkt abgeschlossen war ging es zum letzten Stop, den Giraffen.
Seit einer Woche ist dort ein Junges, welches sehr klein (ca. 2 Meter groß) war und im Stall bei seiner Mutter stand. Am Außengehege gab es noch eine kurze Streicheleinheit für die Menschen welche gerne Giraffen streicheln und danach neigte sich die Tour einem Ende.
An den Löwen und Raubkatzen vorbei, Richtung der Flamingos ging es so zum Ausgang und nach ca. 3 ½ Stunden im Zoo fuhren alle gen Zuhause zum Essen.

Im weiteren Programmverlauf gab es im Gemeindezentrum Schüren die Probe für das Menschenkaspertheater „Mr. Punch“ von 16 bis 19 Uhr. Ab da konnten nun alle Fußballwütigen sich zum gemeinsamen deutsch-schottischem Rudelschauen treffen, Lasagne (ohne Pferd) essen, sich unterhalten und das Viertelfinale der Champions League ansehen.

Ein wirklich schöner Tag, mit Tier und Mensch und dem Hoffen auf einen Sieg von Dortmund.

Donnerstag, 4. April

Am frühen Donnerstagmorgen machte sich eine 25-köpfige schottisch-deutsche Gruppe in 5 Fahrgemeinschaften auf, um die Highlands des Sauerlands zu erkunden.
Als erstes begaben wir uns in die Tiefen der Dechenhöhle. Dort bewunderten wir Tropfsteine, Hände von Orgelspielern, Geister, Drachen, Knochen von Höhlenbären und sogar echte Fledermäuse. Am tiefsten Punkt der Höhle staunten wir über eine wunderbare Akustik, die uns zum Singen einlud. So bildete sich gleich ein Höhlenchor.
Im Anschluss blieb noch etwas Zeit, um das Museum der Dechenhöhle zu erkunden. Dort konnten wir einiges zur Geschichte der Höhle und zu den archäologischen Ausgrabungen erfahren.

So viel Entdeckergeist sorgt für hungrige Mägen, sodass wir schnell zum Sorpesee weiterfuhren. Denn dort erwartete uns eine Schiffsrundfahrt mit heißen Getränken – die an diesem Tag wirklich nötig waren – und reichlich Kuchen.
Die Stunde auf dem Schiff ging viel zu schnell rum. Denn gute Gespräche und ein kleines Foto-Shooting an Deck ließen die Zeit schnell verstreichen.

Im Anschluss schwärmte die Gruppe aus, um das Sauerland großflächig zu erkunden. Einige spazierten an der Sorpe entlang, andere fuhren zum Felsenmeer oder besuchten das Schloss Opherdicke.
Am frühen Abend freute sich jeder auf das ausgezeichnete Suppenbuffet, das von vielen fleißigen Händen vorbereitet worden war.

Frisch gestärkt konnte die Chorprobe für den Gottesdienst am Sonntag in der Altschürener Kirche beginnen, was ein besonderes Erlebnis war. Schließlich wird eine Probe nicht immer von einem internationalen Chorleiterduo dirigiert. Obwohl das Einüben der Lieder recht lange dauerte, hatten alle Sängerinnen und Sänger so viel Spaß, dass niemand auf die Uhr schaute.

Freitag, 5. April - Back to the roots

Pünktlich um 9.00 Uhr traf man sich an der Stadtbahnhaltestelle Westendorfstraße in Aplerbeck um das erste Ziel des heutigen Tages anzusteuern: Die Dortmunder Mitternachtsmission. Hier erfuhren wir beklemmende, aber auch eindrucksvolle Dinge und Hintergründe von der Arbeit der 6 fest angestellten Sozialarbeiterinnen, die sich ausschließlich um Frauen kümmern, die aus verschiedensten Beweggründen ihren Lebensunterhalt mit Prostitution bestreiten müssen.

Uns wurden Wege aufgezeigt, mit denen eben diese Frauen zum Ausstieg aus diesem in unserer Gesellschaft gerne totgeschwiegenen Gewerbe bewegt werden sollen. Interessant dabei war, dass die Wurzeln der Mitternachtsmission im vorletzten Jahrhundert in Liverpool gelegt wurden. 1 1/2 Stunden vergingen wie im Fluge und es wäre schön gewesen, noch mehr über die wichtige, aber manchmal auch gefährliche Arbeit der Mitarbeiterinnen zu erfahren. Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema "Menschenhandel". 

Aber die Zeit drängte. Für 11.30 Uhr hatte Jörg eine Stadionführung mit Aki Schmidt, (ehem. Spieler, Mannschaftskapitän, Deutscher Meister, Pokalsieger, Europapokalsieger mit dem BVB) im "Westfalenstadion" organisiert. Aki erzählte - Jörg übersetzte. Wann hat man schon mal die Möglichkeit, das "Allerheiligste", sprich die Mannschaftskabine des BVB, den legendären Tunnel, durch den die Spieler auf das Spielfeld gehen, sowie den "heiligen" Dortmunder Rasen zu betreten?
 

Auf der Trainerbank durfte sich jeder auch mal wie "Kloppo" fühlen. Im Anschluss daran folgte, für diejenigen, die es interessierte ein Besuch im Borusseum.


Wer wollte, konnte in der City zu einer kurzen Shoppingtour aufbrechen, aber um 16.00 Uhr war im Schürener Gemeindezentrum die Generalprobe für "Mr. Punch" angesagt. Alles lief reibungslos und sehr professionell! Wir sind gespannt auf die Premiere am morgigen Abend...

Gabi und Frank sagen müde "good night".

 6. April

We have got talent!!!!! and problems with the "Forehäng"

Am Samstagabend war es nach einem entspannten Tag in den Gastfamilien dann endlich soweit: Die Uraufführung des Mr. Punch-Stückes "Der besondere Besuch", das in dieser kurzen Woche unter tatkräftiger Mitwirkung des Theaterpädagogen Jens Hoppe einstudiert worden war, stand an und wurde wie erwartet zu einem vollen Erfolg!

Das Stück hatte alles zu bieten, was man von einem Menschenkasperletheater erwartet: Einen überaus witzigen Kasper, der mit und ohne Beine überzeugte, aber auch ein Hörgerät zu benötigen scheint, eine liebreizende Prinzessin, eine grausame, Hexe, die die Weltherrschaft an sich reißen will, einen rockenden König Elvis, der so viel zu regieeeeeeren hat und lieber auf seiner Minigitarre klampft, einen Polizisten, der Knöllchen verteilt, einen Räuber, der den Kuchen der Oma liebt, einen knutschsüchtigen Drachen, der sich nach Liebe sehnt und nicht zu vergessen einen German „Forehäng“, der auf- und zuging, wann er wollte, so dass man sich fragen konnte, ob dieser selbstgebastelte „Forehäng“ ein Eigenleben hatte. Außerdem wanderte zuweilen noch ein römischer Zenturio lateinsprechend und sichtlich verpeilt durch das grandiose (Danke ans ausgetüfteltste Technikteam in ganz Schüren!) Bühnenbild und fragte nach einer Kreuzigung. Diese skurrile Gestalt scheint aus einer Zeitmaschine entsprungen zu sein, das Ostergeschehen noch nicht verarbeitet zu haben und wurde vom Publikum freundlichst wieder fortgeschickt :-).

Das Ganze war eingerahmt von zwei herzzerreißenden Liebesgeschichten und untermalt mit ständig wechselnder und überaus passender Musik der Mr. Punch-Musikgruppe. Nach dem kulturellen Erlebnis der Theateraufführung war es Zeit für eine kulinarische Erlebnisreise durch verschiedene Kulturen von Chili con Carne über Chicken Curry und die wohl größte Rohkostplatte, die die Welt je gesehen hat, bis hin zum heimischen dunklen echt Dortmunder Bier!


Die Aftershowparty war dementsprechend vergnüglich ;-)
Alles in allem ein sehr schöner Abend, bei dem wieder einmal deutlich geworden ist, wie viel Talent, gegenseitiges Verständnis und Freundschaft in unserer Partnerschaft mit den Gemeinden in Falkirk steckt.
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