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Bullipilgern 2010


„Guten Morgen Berlin, du kannst so hässlich sein...“

Mit diesem Wochenendmotto fuhren zwei Bullis und ein Pkw voll bepackt mit 25 mehr oder weniger „Teenagern“, 240 Knoppers und 5 kg Nutella nach Berlin um Peter Fox’ Lied („Schwarz zu Blau“) nachzuvollziehen.

Also eigentlich machten wir uns wieder auf zu unserer all jährigen Bulli-Pilger-Reise unter dem offiziellen Motto „Die Kraft der Bilder“

Der Pkw, gefahren von „Lumpi“ (Frank Lumpe, Jugendpresbyter), der grüne, bunt-gemischte Bulli im Wechsel gefahren von Fani, Phil und Bahni (Fabian, Philipp und Florian, Helferkreismitglieder)  und der weiße, reine Mädchenbulli gefahren von Hanns (Hanns Lessing, Pfarrer aus Schüren-Ost) fuhren gegen 15.30 Uhr nach einer kleinen Verspätung los.

Nach zwei Pipi-Pausen ging die Party erst richtig los... Wir standen im Stau! Nachdem der Mädchenbulli sich spontan in den Mercedes-Cabrioletfahrer, der mit seinem Kennzeichen ausdrückte, dass er sehr „GLAM“ourös ist,  verliebte (wenn Sie das lesen, bitte melden), wurde Hanns sich seiner starken Nerven erst bewusst. Unsere Nerven wurden wir uns dann gegen 23 Uhr bewusst als wir dann endlich in Berlin-Kreuzberg das Atelier von Jörg Reckhenrich (Berliner Künstler & „guter, alter“ Freund von Hanns) bezogen.

            „Ich seh die Ratten sich satt fressen im Schatten der Dönerläden...“

Nach einem Nach-Mitternachts-Spaziergang, an den gegen halb drei noch geöffneten Dönerläden vorbei, kuschelten wir uns in unsere Schlafsäcke auf dem äußert komfortablen Linoleumboden.

Nachdem die Nacht ungewollt früh endete, frühstückten wir, und dopten uns mit Kaffee um schließlich die Gemäldegalerie Berlin zu besuchen. Dort wurden wir von Jörg geführt und eingeteilte Gruppen stellten uns Gemälde vor, bevor Nelli (4 Jahre, Tochter von Jörg) das Zepter der Führung an sich riss und ein, ihrer Meinung nach, wichtigeres Bild vorstellte.

Auch die Tage danach stand sie gern im Mittelpunkt der Gruppe, besonders bei Paula.

Nach einer wunderbar lecker gekochten Reispfanne, mit nicht vorhandenen Kochutensilien,  von der super tollen Küche (WIR = Verfasser), machten wir ein Projekt bei welchem wir aus Pappe Bilder zum Thema „Mit-Mach-Gemeinde“, welches bald auch die Jugendetage im Schürener Gemeindezentrum verschönern wird.

Nachdem drei von unseren Jungs sich spontan dazu entschieden, einfach mal eine Stunde im Aufzug zu verbringen (sie blieben in der 4 ½ Etage stecken... zur Info: es gab nur 4 Etagen!), feierten wir in Isabels 19. Geburtstag rein.

Am Sonntag begann der Morgen wieder viel zu früh und die Schlange vor Toilette und Wachbecken (auch zum Haare waschen) war wieder einmal viel zu lang.  Wir gingen zum Gottesdienst in den Berliner Dom, in welchem wir erst mal von Massen an Gold und Farben erschlagen wurden, als wenn wir in Kaisers Wohnzimmer während der Renaissance stünden. Keiner wollte glauben, dass wir uns in einem evangelischen Dom befanden. Wir wurden von engelsgleichem Gesang des Chores empfangen, der sich durch den ganzen Gottesdienst und auch durch das Abendmahl zog.

Nicht nur der Dom, sondern auch das Stadtschloss und der Reichstag waren von Gruppen vorbereitet worden, sodass wir eine eigene Stadtführung bekommen haben, die von Jörg und seiner Frau Claudia ergänzt wurde. Nach dem Besuch des Brandenburger Tores mit Dunkin’ Donuts, Starbuck’s Kaffee und Häagen Dazs Eis hatten wir etwas Freizeit um zum Beispiel zum Hard Rock Café zu gehen oder die anderen kulinarischen Köstlichkeiten Berlins kennen zulernen. 

Abends waren wir dann zum Essen bei unserer Berliner Partnergemeinde „Advent“, deren Pfarrer Michael Pflug  uns mit seiner Frau Hannah gastfreundlich aufnahm und uns mit alten Geschichten, Dias und Filmchen unterhielt. Beim gemeinsamen Austausch wurde uns klar, dass diese Beziehung auf jeden Fall erhalten werden muss.

Der letzte Abend wurde von Party, Spaß und noch viel weniger Schlaf abgeschlossen. Am Montag  morgen schafften nur das Waschen der Haare mit kaltem Wasser und der fast ungenießbar starke Kaffee, dass wir die Augen dann doch irgendwie öffneten. Dann ging das große Aufräumen los. Langsam wurde wieder aus dem Küchen-, Schlaf-  und Aufenthaltsraum ein Atelier, in dem Jörg sich wieder seiner Arbeit widmen konnte.

         „Stapf durch die Kotze am Kotti, Junks sind benebelt
         Atzen rotzen in die Gegend, benehmen sich daneben“

Unsere letzen Programmpunkte waren am „Kotti“, Luftbrückendenkmal und Flughafen Tempelhof, die auch vorbereitet waren. Zu Mittag gab es dann beim Araber Falafel, Schawarma oder Ähnliches. Helen nutze diese Gelegenheit ihr Jacke neu zu gestalten mit wunderbaren großflächigen weißen Saucenflecken.

            „ ... so dreckig und grau ...  ich mach die Jacke zu, denn es ist kalt“

Durchgefroren vom grauen und kalten Wetter freuten wir uns dann doch auf die Heimfahrt in den warmen Bullis.

            „ ... ich geh nach Hause und schlaf mich aus ...

         Diese Stadt ist eben doch gar nicht so hart wie du denkst.“

 Wie bei jeder Fahrt haben wir wieder Unglaubliches erlebt und werden vieles in Erinnerung behalten. Aber leider bleiben immer noch offene Fragen:

-          Warum ist der Aufzug im 4 ½ Stock steckengeblieben, wenn es nur 4 Stockwerke gibt?

-          Warum ist Nils so ein Weiberheld?

-          Gab es wirklich ein Gewitter in Neuß?

-          Woher hat Mark seinen Knutschfleck?

Und

-          Hat Daniel tatsächlich auf den Tisch gesabbert?

 In diesem Sinne

             „Stinke nach Suff, bin kaputt, is'n schönes Leben“

 Alena, Helen und Katrin

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Stand | 23.02.2012 09:43 » Kontakt   » zum Seitenanfang   » Impressum erstellt von © AlMoLe